Mittwoch, 24. April 2019
Notruf: 112

Verkehrsunfall L111

BÜTZFLETH. Bei einem Verkehrsunfall an der Kreuzung von Bützflether Industriestraße und Landesstraße 111 haben zwei Autofahrer am Sonntagnachmittag schwere Verletzungen erlitten. Ein Insasse war eingeklemmt. Die Feuerwehr befreite ihn mit schwerem Gerät.

Das Unglück ereignete sich gegen 15.15 Uhr. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler der Stader Polizeiinspektion zufolge war ein Industrie-Mitarbeiter mit seinem roten VW Polo vom Industriegebiet in Bützfleth auf dem Weg in den Feierabend. Er fuhr von der Bützflether Industriestraße auf die Kreuzung zur Landesstraße 111. Dort übersah er, womöglich geblendet von der tief stehenden Sonne, einen von links aus Richtung Stade herannahenden schwarzen Renault Clio. Darin saß eine Mutter mit ihren beiden Kindern. Sie befanden sich auf der vorfahrtsberechtigten Straße. Der Polo-Fahrer hätte warten müssen. Doch das tat er nicht, es kam zur Kollision. Der Renault Clio erwischte den VW Polo mit voller Wucht an der Fahrerseite und schleuderte ihn einmal über die Kreuzung. Auch der Renault Clio geriet ins Schleudern und rutschte über Gehweg und Grünstreifen in den Straßengraben. Unbeteiligte Autofahrer, die auf die Unfallstelle zufuhren, konnten gerade noch rechtzeitig bremsen Zeugen setzten den Notruf ab. Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle alarmierte die Feuerwehren aus Bützfleth und Stade (Zug I), zwei Notärzte der Elbe Kliniken aus Stade und Buxtehude sowie drei Rettungswagen des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes und den Rettungswagen der Werkfeuerwehr des Chemieunternehmens Dow. Die Einsatzkräfte stellten fest, dass der mutmaßliche Unfallverursacher schwer verletzt in seinem VW Polo eingeklemmt war. Die Feuerwehrleute mussten schweres hydraulisches Rettungsgerät einsetzen, um ihn aus dem völlig deformierten Wrack zu befreien, berichtete der stellvertretende Stader Stadtbrandmeister Wilfried Sprekels.

 

In beiden Fahrzeugen hatten die Airbags ausgelöst. Der Renault Clio lag kopfüber im Graben. Die Insassen waren nicht eingeklemmt. Die Fahrerin erlitt schwere Verletzungen, ihre beiden Kinder kamen mit dem Schrecken davon. Verwandte nahmen sie in Obhut. Die beiden Autofahrer kamen nach der Erstversorgung in Rettungswagen ins Stader Elbe Klinikum.

 

Die Feuerwehrleute sicherten die Unfallfahrzeuge, stellten den Brandschutz sicher und fegten Trümmerteile zusammen. Ein Abschleppdienst transportierte die Unfallwagen ab. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden. Die Landesstraße 111 blieb während der Rettungs- und Aufräumarbeiten zunächst für rund eine Dreiviertelstunde voll gesperrt. Feuerwehr und Polizei leiteten den Verkehr weiträumig um, zu größeren Behinderungen kam es dabei nicht. Später wurde der Verkehr halbseitig an der Unfallstelle vorbeigeführt.

 

Die Ermittler der Polizei dokumentierten die Spuren des Unfalls, um das Geschehen rekonstruieren zu können. Zeugen können sich unter der Rufnummer 0 41 41/ 10 22 15 bei den Beamten in der Stader Wache melden.

          

 

Bericht und Bilder Daniel Benecke Stader Tageblatt

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